DIN EN 50600
 
 

Seit August  letzten Jahres sind  mit dem Teil 3 „Informationen für das Management und den Betrieb“ und den Normentwürfen zum Teil 4 nun vorerst alle geplanten Teile der EN 50600 veröffentlicht. Wobei die Teile 1 und 2 derzeit von den Experten des europäischen Normungskomitees schon wieder überarbeitet werden.

Für die Planung, die Errichtung und den Betrieb von Rechenzentren war man bisher auf eine Vielzahl von allgemeinen Produktnormen und verschiedenen Vorgaben für Gebäudeteile, Anlagen und Systeme angewiesen. Aber nur wenige dieser Standards beziehen sich direkt auf die spezifischen Anforderungen für Rechenzentren. So sind im Laufe der Zeit verschieden „Quasi-Standards“ entstanden, die sich allerdings teilweise wiedersprechen – z.B. bei der Klassifizierung der RZ-Verfügbarkeit. Es gab bisher keine Norm, die eine Gesamtbetrachtung von RZ-Infrastrukturen vorsieht. Die neue EN 50600 schafft hier Abhilfe.

Die EN 50600 legt erstmals allgemeingültige Standards für die „Verfügbarkeit, Sicherheit und Energieeffizienz über die geplante Lebensdauer des Rechenzentrums“ fest. Damit sollen erstmals auch die Energieeinsparpotenziale in Rechenzentren adressiert werden. Die Norm regelt die bauliche Konstruktion von Rechenzentren ebenso wie Sicherheits- und Management-Themen. Das Thema „Verfügbarkeitsklassen“ wird als einheitlicher Standard festgelegt. Mit dem Inkrafttreten der Norm bekommen Bauherren, Planer und Errichter erstmals Best-Practice-Standards für den Bau und Betrieb kompletter Rechenzentren an die Hand.

Die Grundlage für diese Norm ist eine Risiko- und Geschäftsanalyse. Hier müssen mit Hilfe der Vorgaben aus der Norm die Verfügbarkeits- und Schutzklassen für den RZ-Betrieb festgelegt werden. Erstmals müssen auch vorgegebene Granularitätsniveaus für die Messungen zur Energieeffizienz im RZ-Betrieb definiert und umgesetzt werden. Auf dieser Basis soll dann die Planung und Ausführung von RZ-Neubauten oder RZ-Ertüchtigungen entsprechend skalieren werden.

Die EN 50600 empfiehlt grundsätzlich die Berücksichtigung von Raum-in-Raum-Systeme als Best-Practice-Standard. Die verschiedenen Vorteile von Raum-in-Raum-Systemen müssen bei jeder RZ-Planung geprüft werden:

Modularität und Flexibilität: EN 50600-2-1, Abschnitt 10.1.4

„Während der Planungsphase muss die Verwendung von modularen, vorgefertigten Konstruktionselementen erwogen werden, die die Möglichkeit bieten, weitere Elemente hinzuzufügen, wenn mehr Platz benötigt wird. In der Planungsphase sollten mehrschichtige Konstruktionen wie Raum-in-Raum erwogen werden.“

Feuerwiderstandsfähigkeit: prEN 50600-2-5,

„In Bezug auf die Feuerwiederstandsfähigkeit (fire protection) sollen, für die Verfügbarkeitsklassen VK3 und VK4, die Konstruktion der Serverräume (Boden, Decke, Wände) und die dafür verwendeten Materialien die Anforderungen nach EN 1047-1 und EN 1047-2 erfüllen.“

„Falls eine "Brandfrühesterkennungsanlage" eingesetzt wird, sollten die Türen rauchsicher sein gem. EN 1634. Die Türen sollten einer Brandschutzklassifizierung von mind. 90 Minuten gem. EN 1634 entsprechen. Konstruktionen nach den Anforderungen gem. EN 1047-2 bieten den gewünschten Schutz und können in jeder Umgebung aufgestellt werden.“

„Für die Verfügbarkeitsklasse VK3 soll die Baukonstruktion der IT-Räume die Anforderungen der EN 1047-2 erfüllen – hierfür werden Raum-in-Raum-Systeme für alle IT-Bereiche empfohlen (vgl. Abschnitt 8.2.4.3). Um die Verfügbarkeit nach Klasse 4 zu erreichen soll zusätzlich der Nachweis für eine systemgeprüfte RiR-Lösung erbracht werden (siehe Prüfanforderungen EN-1047-2).“

Qualitaetssiegel

Der IT-Sicherheitsraum DC-ITRoom GranITe verfügt über die IT-Brandschutz-Zertifizierung nach EN 1047-2.
Der IT-Sicherheitsraum QuartzITe 9.3 und das Mini Data Center DC-ITSafe garantieren die Grenzwerte der EN 1047-2 in Anlehnung.

Schutz gegen umgebungsbedingte Einflüsse (außer Feuer): prEN 50600-2-5

Bei Flächen der Schutzklasse 3 sollen zusätzlich zu den Anforderungen gem. 8.2.3.2, Decken, Türen und Kabeleinführungen Schutz bieten gegen das Eindringen von Verunreinigungen (partikelförmig, flüssig und gasförmig) sowie auch vor Löschwasser. Konstruktionen nach den Anforderungen gem. EN 1047-2 bieten den gewünschten Schutz und können in jeder Umgebung aufgestellt werden.“

„Zusätzlich zu den Empfehlungen gem. 8.2.3.3 sollten Raum-in-Raum Systeme berücksichtigt werden.“

Bei Flächen der Schutzklasse 4 sollen zusätzlich zu den Empfehlungen gem. 8.2.4.2 Raum-in-Raum Systeme berücksichtigt werden. Konstruktionen nach den Anforderungen gem. EN 1047-2 bieten den gewünschten Schutz und können in jeder Umgebung aufgestellt werden.“

Qualitaetssiegel

Die Produktlinie IT-Sicherheitsraum DC-ITRoom ist modular aufgebaut. Die Größe der Räume kann jederzeit den Anforderungen angepasst werden. Die Modularität bringt einen sehr hohen Grad an Investitionssicherheit mit sich.

 
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